Wie alles begann

Tja, wie begann alles ? Das wissen wir selbst nicht so genau.

Mika-Levin war für uns immer ein gesundes Kind. Das einzige was auffiel war, dass er bis zu seinem 11. Lebensmonat nicht durchschlief. Nach 2 Stunden Schlaf war er wieder fit. Wir versuchten immer wieder ihn irgendwie dazu zu bringen, länger zu schlafen. Wir haben ihn getragen, pflanzliche Beruhigungszäpfchen gegeben und sogar Ratgeberbücher gelesen, nix hat geholfen. Mika-Levin weinte jede Nacht, bis er wieder aus seinem Bett durfte und wir mit ihm spielten. Wir fuhren dann auf Empfehlung vom Kinderarzt zu einer Schlafsprechstunde ins Olgahospital nach Stuttgart (Olgäle). Die Psychologen dort konnten sich auch keinen Reim daraus bilden, warum er nicht schlafen wollte.

Es gab einige Leute die meinten, wir hätten Mika-Levin einfach nur "verzogen". Wir wären an seinem Schlafverhalten selbst Schuld.

Im Dezember 2004 ist Mika-Levin´s Papa zum ersten Mal ein Zucken im linken Auge aufgefallen. Wir sprachen unseren Hausarzt darauf an und dieser meinte, wir sollten Mika-Levin beim nächsten Termin im Olgäle von den dortigen Ärzten untersuchen lassen. Das haben wir dann auch gemacht.

Er wurde dort von einer Kinderärztin gründlich Untersucht. Diese kam aber auch zu dem Ergebnis, dass Mika-Levin gesund sei. Woher allerdings dieser Nystagmus (so nennt man das Zucken des Auges) kam, konnte sie uns so spontan auch nicht sagen. Wir hatten abgesprochen, dass sie mit ihrem Oberarzt sprechen und uns dann telefonisch Informieren wollte. Wir hatten gar nicht damit gerechnet, dass sie sich noch am selben Abend meldet. Sie sagte uns, dass der Oberarzt gerne ein MRT machen möchte um eine eventuelle Strukturveränderung im Gehirn (diese könne den Nystagmus auslösen) auszuschließen. Wir haben zugestimmt, schließlich wollten wir ja wissen was unserem Schatz fehlt. 

Den Termin für die MRT hatte sie uns auch gleich mitgeteilt. Es sollte am 14.März 2005 stattfinden. Wir sollten mit Mika-Levin vorher noch zum Anästesisten für die Untersuchung und das Aufklärungsgespräch.

Am Montag den 14. März 2005 war es dann soweit. Mika-Levin wurde auf der Tagesstation aufgenommen und bekam sein Beruhigungsmittel. Wir durften noch mit in den Vorbereitungsraum der Anästesie. Als Mika-Levin eingeschlafen war, sollten wir gehen und eine Stunde später wieder dort sein.

Wir tranken einen Kaffee und sind dann direkt wieder runter zum MRT-Bereich. Komischerweise hatten wir keine schlechten Gefühle bei dem Gedanken was die MRT wohl bringen mag. Wir alberten sogar noch rum, weil die Schwestern plötzlich die Rollos runterliesen, damit wir nicht weiter auf die Bildschirme der PC´s schauen konnten. Wir sagten noch: Ha, wie wenn wir darauf was erkennen könnten.

Am Ende der MRT durften wir sofort zu Mika-Levin, er schlief noch und sah so friedlich aus.

Wie es dann weiter ging erfahrt Ihr unter dem Punkt "Die Diagnose".