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![]() | ![]() | So ging es dann nach der MRT weiter: Plötzlich kamen, zwei uns ganz fremde Ärzte, in den Aufwachraum und zeigten uns das MRT-Bild von Mika-Levin. Sie sagten: Wir haben da was gefunden, was da nicht hingehört. Es könnte eine Zyste oder ein Tumor sein. Für uns brach in diesem Moment die ganze Welt zusammen. Wir weinten wie kleine Kinder. Was die Ärzte noch alles sagten, weiß ich nicht mehr. Bei uns fiel einfach eine Klappe und wir weinten nur noch. Am Freitag hatten wir dann einen Termin mit dem Kinderneurochirurg der uns erklärte wie die OP gemacht werden soll. Mir war nicht gut als der Arzt uns erklärte wie die OP stattfinden sollte. Er meinte, dass sie sicher nur einen kleinen Teil des Tumors entfernen könnten. Ich drückte meinen kleinen Schatz an mich und dachte: Das darf doch alles nicht war sein, warum er, warum wir??? Die Operation war auf 8 Uhr angesetzt. Wir brachten Mika-Levin um 7.45 Uhr mit einer Schwester in den OP. Mika-Levin wurde von seinem Papa in den OP begleitet. Er werte sich ganz furchtbar gegen die Narkose. Mein Mann kam völlig aufgelöst und weinend aus dem Operationsbereich. Die Ärzte sagten uns, dass die OP etwa 3-4 Stunden dauern würde. Also sind wir nach ca. 4 Stunden wieder zur Intensivstation gegangen. Man sagte uns aber, dass Mika-Levin noch im OP sei. Eine sehr nette Narkoseärztin hatte dann in OP angerufen und gefragt wie es Mika-Levin geht. Sein Zustand sei stabil und die OP verlaufe gut. Wir sollten in weiteren 2 Stunden nochmal kommen. Sie sagte uns noch, dass gegenüber ein sehr gutes Restaurant sei. Wir versuchten dann etwas zu essen, was uns aber nicht wirklich gelang. Als wir wieder in der Klinik waren, konnte man uns auch nicht mehr sagen wie beim ersten Mal. Die Schnelluntersuchung während der OP Bestätigte die Vermutung der Ärzte. Es sei ein philozystisches Astrozytom WHO 2°. Das teilte man uns sofort nach bekanntwerden mit. Die OP sollte etwa noch bis 16 Uhr dauern. Wir sassen wie auf "heißen Kohlen" im Wartebereich der Klinik. Aber wir mussten noch bis um 21 Uhr warten, erst da war die OP zu Ende und Mika-Levin wurde auf die Intensiv verlegt. Wir waren sehr nervös als wir zu ihm ins Zimmer durften. Wir hatten uns schon ausgemalt was uns erwarten würde, und waren dann sehr überrascht. Mika-Levin hatte lediglich ein Pflaster auf der Narbe und wurde noch beatmet. Sie wollten ihn in Narkose lassen bis wir gegangen waren. Er sollte sich nicht aufregen. Der Professor ist an diesem Abend sofort nach Hause gefahren. Der diensthabende Arzt von der Intensiv teilte uns dann schnell das wichtigste mit. Der Professor war der Meinung, dass er den Tumor vollständig entfernen konnte. Wir verabschiedetet uns dann noch von unserem Schatz und sind nach Hause gefahren. Wir riefen in dieser Nacht noch 3 oder 4 mal auf Intensiv an und man sagte uns immer das es Mika-Levin gut ginge. Wir sind dann am nächsten Morgen etwa um 10 Uhr in der Klinik angekommen, wollten Mika-Levin auf der Intensiv besuchen, aber da war er nicht mehr. Er war schon auf die Neurochirurgie verlegt worden. Mika-Levin lag wach in seinem Bettchen und hat gleich versucht uns anzulachen. Da kam dann der Schock. Die rechte Körperhälfte von Mika-Levin war gelähmt. Das kam von der OP und sollte nichts bleibendes sein. Auch ist er seit der OP auf dem linken Auge blind. Nach 3 Tagen wurde Mika-Levin wieder ins Olgäle verlegt. Es folgten dann 8 Wochen Klinikaufenthalt. Die ersten 2 Wochen waren die schlimmsten. Mika-Levin hatte 3 Krampfanfälle. Ich hab 2 ganz bewusst miterlebt und dachte beim letzten Anfall nicht daran das ich meinen kleinen Schatz lebend wieder seh. Man nahm ihn mir einfach weg und brachte ihn auf Intensiv. Dort wurde er in Narkose gelegt, ein MRT und ein EEG wurden gemacht. In dieser MRT konnte man dann auch sehen das doch noch ein kleiner Rest vom Tumor zurückgeblieben war. Mika-Levin musste 2 Wochen auf Intensiv bleiben. Durch die OP wurde die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) gedrückt, darum muss Mika-Levin seither einige Hormone nehmen. Er bekommt zum Beispiel das Schilddrüsenhormon, das Hydrocortison und das Hormon für der Wasserhaushalt ersetzt. Auch das Wachstumshormon bildet Mika-Levin momentan nicht selbst. Aufgrund der Chemo müssen wir aber mit der Gabe der Wachstumshormone noch warten. Mika-Levin ist gerade einmal 80cm (Dezember 2007) groß. Nach 8 Wochen Klinik wurde Mika-Levin endlich entlassen. Von da an, ging er regelmäßig 3x pro Woche zur Ergotherapie und 2x pro Woche zur Pysiotherapie. Damit die Lähmung der rechten Körperhälfte schnell wieder weg ging. Mika-Levin geht auch Heute noch regelmäßig hin. Im August 2005 hatten wir dann wieder einen Termin zur MRT-Kontrolle. Diese MRT war leider nicht so ausgefallen wie wir uns das erhofft hatten, der Tumor war wohl gewachsen. Da man aber keine genauen Vergleichsbilder hatte, wurde im Oktober nochmal ein MRT gemacht. Dieses zeigte kein Tumorwachstum. Juhu, wir hatten wieder 3 Monate gewonnen, in denen wir einfach nur "Leben" konnten. Die folgenden MRT-Aufnahmen waren alle 3 Monate und blieben auch alle positiv. Bis dann im September 2006 der Verdacht aufkam, dass der Tumor größer geworden sei, man aber erstmal nicht´s tun müsse. Wir fuhren dann von Ende Januar bis Ende Februar 2007 zur Familienreha nach Sylt. Dort entspannten wir alle sehr gut und tankten neue Kraft. Am 1.April 2007 feierten wir dann Mika-Levin´s 3. Geburtstag. Die MRT am 4. April 2007 brachte dann das schreckliche Ergebnis das der Tumor deutlich gewachsen war. Mika-Levin muss nun eine Chemotherapie machen. Alles zur Chemo findet ihr unter dem Punkt "die Chemotherapie" | ![]() | |